In Timmendorf die Olympiasiegerin geschlagen

  • Erstellt von Ursula Overländer

Bei den Deutschen Meisterschaften haben die Twins für eine Faust dicke Überraschung gesorgt und Laura Ludwig mit ihrer Partnerin Maggie Kozuch in drei Sätzen besiegt.

Der Saisonabschluss an der Ostsee ist immer ein besonderes Highlight. Hier spielen die 16 besten Teams Deutschlands ihren Meister aus, da gibt es keine einfachen Spiele mehr. Lena und Sarah mussten direkt in ihrer 1. Runde gegen die Olympiasiegerin Laura Ludwig und ihrer Partnerin Maggie Kozuch (Hamburger SV) ran. Solche Spiele liegen ja den Twins, hier gibt es nichts zu verlieren. Die Favoriten sind klar auf der anderen Seite des Netztes zu finden. Jedoch ist Laura Ludwig die erfolgreichste, deutsche Beachvolleyballerin. Da muss man seine Nerven schon im Griff haben. Nur mit dem nötigen Selbstbewusstsein ist es hier möglich, sich auf seine eigenen Stärken zu besinnen. Und genau das taten die Zwillinge. Die Schwestern zogen vom 1. Ballwechsel an ihr eigenes Spiel auf. Bis Mitte des Satzes war das Spiel ausgeglichen, doch dann zogen Kozuch / Ludwig mit einem 21: 15 davon. Nun war es spannend zu sehen, wie Lena und Sarah in den 2. Satz kommen werden. Geben sie auf oder greifen sie weiter an? Sie haben von Anfang an weiter angegriffen und das Nationalteam ständig unter Druck gesetzt. Und wenn man wie Sarah Ende des 2. Satzes den 2. Ball nicht zu seiner Partnerin zum Spielaufbau spielt, sondern frech und überraschend im Baggern kurz hinter das Netz in das gegnerische Feld setzt zeigt das, wie nervenstark und spielfreudig die Schwestern agierten. Somit wurde der 2. Satz mit 21:16 gewonnen und die Verlängerung musste die Entscheidung bringen. Dieser Satz war nichts für schwache Nerven. Abwechselnd haben beide Teams ihre Punkte gemacht, die Spannung war kaum auszuhalten. In der Endphase, also ab 15 Punkte gab es immer wieder Matchbälle für die Twins. Einen einzigen Matchball gab es für das Team Kozuch / Ludwig, der wiederum von Lena und Sarah abgewehrt wurde. Am Ende hatten die Twins acht! Matchbälle, bevor sie den neunten endlich für sich verwandeln konnten. Der Entscheidungssatz, der eigentlich nur bis 15 Punkte geht wurde dann mit 23:21 gewonnen! Wahnsinn!

Solch ein historischer Sieg müsste eigentlich erstmal verdaut werden. Doch dafür blieb keine Zeit, denn im letzten Gruppenspiel, das über den Gruppensieg und den direkten Einzug ins Viertelfinale entschied warteten bereits Behrens / Tillmann (OSC Baden-Württemberg/ Team 48 Hildesheim). Die späteren drittplatzierten bei diesen Deutschen Meisterschaften waren ein bärenstarker Gegner. Die Twins konnten spielerisch an ihr erstes Spiel anknüpften und zeigten packende Ballwechsel, doch war der Sieg von Behrens / Tillmann nicht abzuwenden (15:21; 17:21).

Am nächsten Turniertag ging es im Achtelfinale gegen Behlen / Krohn (Beach me). Die Schwestern aus Voerde legten hier einen klassischen Fehlstart hin. Sie lagen schnell mehrere Punkte in Rückstand und fanden zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Sie fingen sich zwar wieder, doch waren die Twins weit von ihrer Leistung der vergangenen Spiele entfernt. Lena und Sarah haben den ersten Satz mit 13:21 verloren, glichen dann aber im 2. Satz mit einem packenden Endspurt zum 23:21 wieder aus. Abermals ging es in den Entscheidungssatz. Beide Teams hielten das Ergebnis bis zum Ende offen, die Spannung war kaum auszuhalten. Schließlich siegten Behlen / Krohn denkbar knapp mit 15:12 und ein 9. Platz stand für die Twins bei diesen Deutschen Meisterschaften zu buche.

Das Endergebnis kann sich wirklich sehen lassen, jedoch wird es von der Erkenntnis getrübt, dass noch mehr drin gewesen wäre.

Die Twins können auf eine erfolgreiche Beachsaison 2019 zurückblicken. Die kontinuierliche Arbeit an den Spielelementen und an der Athletik haben sich in den verbesserten Platzierungen widergespiegelt. Wir sind gespannt auf die nächste Beachsaison 2020.


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